Tag 21-23 – Wadduwa: Wellen, Pool und ein Löwe am Strand

Wir genießen die Auszeit hier am Meer, wobei die anderen Touris schon recht anstrengend sein können … soeben haben wir ein Gespräch mit einem einheimischen Reiseleiter mitghört (unfreiwillig), das mir schon zu Denken gab: kaum ein positives Wort über Land und Leute, nur Warnungen vor allen möglichen (und vor allem unmöglichen) Gefahren. Und dann muss alles auf die Minute getaktet und durchorganisiert sein, sonst bekommt Frau Touri die Krise … nervig …

Aber zurück zu unserer Location: Das Hotel liegt direkt am Meer, wobei an schwimmen zur Zeit nicht zu denken ist – zu viel Brandung und gefährliche Strömungen. Aber zum Ausgleich gibt es einen riesigen Pool. Auch der Löwe (Lion-Bier) darf nicht fehlen – Wein ist viel zu teuer und mit harten Sachen haben wir es nicht so. Heute abend werden wir noch in die benachbarte Stadt “tuk-tuken”, ich möchte in den Hindu-Tempel dort und zum Abschluß noch einmal Threewheeler fahren … das wird mir wirklich fehlen!

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Was wir noch nicht besprochen haben (2):

Menschen: durchwegs sehr freundlich, manchmal etwas zu hilfsbereit (selbsternannte Reiseleiter …) aber nie extrem aufdringlich. Trinkgelder sind immer erwünscht, werden aber nie massiv gefordert. Die meisten sprechen gut Englisch, ansonsten geht es auch mit ein paar Brocken und “Händen und Füßen”.

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Stromversorgung: meist sehr gut und stabil. Bei heftigen Regenfällen kann schon mal der Strom weg sein, aber das dauert nur ein paar Minuten. Es gibt diverse Steckdosen – Adapter aller Art sind empfehlenswert, manchmal kann man die Öffnung für die Erdung auch mit kleinen Hilfsmitteln (Imbusschlüssel oder Steckteil der elektrischen Zahnbürste eignen sich besonders gut Smile) entriegeln, damit die flachen Eurostecker passen.
WiFi/WLan: immer und überall verfügbar, meist in recht guter Qualität.

Steckdosen Sri Lanka

Verkehrsverhalten: Höchstgeschwindigkeit auf Landstrassen 70 km/h. Wir sind ca. 1.500 km gefahren und haben 4 Ampeln gezählt – die werden aber beachtet. Zebrastreifen sind mehr Zierrat als Hilfe. Durch den Verkehr auf die andere Straßenseite kommt man nur mutig und rasch – einfach gehen, auf ein stehenbleibendes Fahrzeug wartet man meist umsonst (Ausnahmen gibt es!). Die Überholmanöver sind gewagt, für unseren Geschmack oft lebensmüde, aber es ist immer Platz für ein Tuk-Tuk – egal wie eng es hergeht …

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Religion: Der Großteil der Menschen sind Buddhisten, auf Platz 2 Hindus, dann Muslime, Christen und andere. Tempel findet man in jedem Ort, manchmal sind es auch nur Schreine am Straßenrand mit Statuen. In vielen Hindutempeln findet man Buddha und in vielen buddhistischen die Hindugötter – so sollte es sein … sicher gibt es auch Spannungen, davon ist aber glücklicherweise nicht zu bemerken. Nach dem Bürgerkrieg in den 1970er-90er Jahren, der aber nicht religiös motiviert war, herrscht Frieden.

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Komfort: Sri Lanka ist viel “moderner”, als wir uns das vorgestellt hatten. Die Infrastruktur ist gut, man sieht viele neue Autos, auch im ländlichen Bereich sind Satelliten-Antennen, Strom und Kanalisation Standard. Ob Modernität und Fortschritt immer nur positiv zu bewerten sind (siehe Elefantenprobleme und die Abholzung der Wälder), sei dahingestellt. Wenn es nicht übertrieben wird, ist das Land aber scheinbar auf einem guten Weg.

Fotoausbeute: Es gibt unzählige Motive – alles festzuhalten ist schier unmöglich und manchmal tut es einfach gut, nur zu schauen – ohne Sucher. Wir haben natürlich wieder beide unsere Ausrüstung mitgehabt und ca. 7.000 Fotos gemacht. Nach Vorsortierung bleiben etwa 3.500, die zu Hause noch zu bearbeiten sind …
Tipp für die Fotografen unter euch: unbedingt ein Tele mitbringen (für Safaris und sonstige Tiersichtungen). Auch ein lichtstarkes Objektiv für dunkle Tempel usw. ist empfehlenswert, ansonsten ist man mit einer Standardbrennweite zwischen 24 und 70mm (im Vollformat gemessen) gut bedient.

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Es war eine tolle Reise in einem wunderschönen Land mit sehr freundlichen Menschen.

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Tag 20 – von Galle nach Wadduwa: Masken, Schildkröten und einige Zweifel

Gestern mussten wir uns von unserem Fahrer, Guide und inzwischen auch Freund Pasqual verabschieden. Leider. Es war ein wirklich toller, ereignisreicher und mit vielen Informationen und Gschichtln gespickter Trip quer über die Insel. Bevor wir allerdings unsere “Enddestination” am Meer erreichten, besuchten wir unterwegs noch ein Maskenmuseum und eine Schildkröten-Station.

In Ambalangoda befindet sich die älteste Maskenschnitzerei des Landes, gegründet in den 1920er Jahren. Dort werden Masken für den Verkauf an Touristen hergestellt, aber ebenso welche, die noch immer für die traditionellen Tänze verwendet werden. Im Museum neben der Werkstatt kann man bis zu 200 Jahre alte Masken und Kostüme bewundern und die Geschichte, die im traditionellen Drama dargestellt wird nachlesen.
Die Holzprodukte aus der Werkstatt werden aus Karulu-Holz, ähnlich Balsaholz, gefertigt und mit aus Pflanzenteilen gewonnenen Naturfarben bemalt – feinste Handarbeit – die Herstellung einer Maske dauert etwa 2 Tage.

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Auf der Weiterfahrt machen wir dann noch einen Abstecher in eine der hier zahlreichen Schildkröten-Rettungs-Stationen – ein Besuch, der einige Zweifeln und viel Skepsis hinterläßt.
Die frisch gelegten Schildkröteneier werden ja von der Mutter sofort alleingelassen, sie verschwindet wieder ins Meer. Hier kommen die selbsternannten “Retter” ins Spiel: Sie sammeln die Eier ein und lassen sie in ihrer Station im Sand ausreifen, bis die Minischildkröten schlüpfen. Diese werden dann in einem Becken noch 3 Tage “zur Erholung” dort gelassen um dann unter Aufsicht in die Freiheit entlassen zu werden. Ob Touristen bei dieser “Freilassung” dabei sind oder nicht spielt keine große Rolle – wie schon bei den Elefanten gilt auch hier: was man liebt das schützt man – und die Minis sind wirklich zu süß. Doch das Verweilen in den Becken ist für uns fragwürdig, wir bekommen auch keine brauchbare Antwort auf die Frage nach dem Sinn, es wird nur mit “Erholungsphase” argumentiert. Der natürliche Lauf der Dinge wäre aber die Entlassung der Babies in die Freiheit unmittelbar nach dem Schlüpfen. Und auch das Einsammeln und Lagern der Eier im Sand der Station läßt mich zweifeln: Eine Schildkröte kehrt nach 30-35 Jahren zum Legen ihrer eigenen Eier exakt an den Platz zurück, an dem sie selbst geschlüpft ist – wie soll das gehen, wenn sie in einer Station weit ab vom Strand zur Welt kam?? Noch fragwürdiger war ein Sandhaufen mit lauter frisch geschlüpften Babyschildkröten darunter. Sie seien “soeben” geschlüpft, wir hätten “Glück”, wollte man uns einreden. Harald bekam eines der Tierchen auf die Hand und setzte es dann ins Wasserbecken wo es einige Minuten brauchte, um sich endlich bewegen zu können – das Baby wirkte total erschöpft … Touristenspektakel zu Lasten der Tiere? Ich bin kein Biologe und kann nicht beurteilen, ob das, was die da tun, gut ist für die Tiere oder nicht. Sicher können mehr Schildkröten die ersten Tage überleben, wenn sie unter Aufsicht sind, aber ob diese Vorgehensweise richtig ist, wage ich zu bezweifeln …

Auch verletzte Tiere werden hier aufgepäppelt und wenn möglich wieder freigelassen … ein guter Ansatz, wenn auch die Becken viel zu klein scheinen.

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Alles in Allem ist hier viel Show für Touris im Spiel, was bei uns immer einen bitteren Beigeschmack hinterläßt.

Inzwischen sind wir in unserem Refugium am Meer und genießen die letzten Tage. Wir melden uns aber nochmal mit ein paar Bildern vom Hotel und einigen Anmerkungen zu Land und Leuten – also bleibt dran!

Tag 19 – Galle: eine Dagoba, ein Sonnenuntergang und 5 von 7 Schwestern

Nach einem ruhigen Tag mit Fotos sortieren und ein wenig Shopping haben wir uns abends einen Threewheeler “geleistet” (6 EUR für eine Fahrt von 20 min, 90 min Wartezeit und 20 min retour …) und sind zur “Peace Pagoda” gefahren, einem buddhistischen Tempel, der von einem japanischen Mönch erbaut wurde und in dem japanischer Buddhismus praktiziert wird.

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Während Harald den nächsten Sonnenuntergang fotografisch festhielt, hatte ich die Gelegenheit, an der Abendzeremonie teilzunehmen. Dabei gibt der Mönch auf seiner großen Trommel den Takt vor und singt immer eine Zeile, dann trommeln die Gläubigen und wiederholen die Zeile. So geht das eine halbe Stunde, bevor der Mönch die Zermonie mit einem kurzen Gebet beschließt. Mit mir waren noch zwei andere Touris anwesend. Wir wurden vom Helfer der Mönche (ein alter Mann, der sich um den Tempel kümmert und Interessierten bereitwillig den Betraum zeigt, selbst aber kein Mönch ist) in den Trommelrhythmus eingewiesen und mit den 4 Worten der immer wiederholten Gesangszeile vertraut gemacht – keine sehr schwierige Übung, eher meditativ eintönig. Die anderen beiden haben die Zeremonie dann nach ein paar Minuten verlassen, ich war die Einzige, die die vollen 30 Minuten dort blieb, was mir am Ende noch ein nettes kurzes Gespräch mit dem Mönch bescherte.

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Das war’s für heute … morgen fahren wir zu unserem letzten Hotel dieser Reise ans Meer. Unterwegs gibt’s noch was zu sehen, bleibt neugierig!

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Das sind übrigens die 5 von 7 Schwestern – diese Vögel (so groß wie Amseln) hatten wir schon in Indien kennengelernt, sie treten meistens in kleinen Grüppchen auf, sind sehr “anlehnungsbedürftig” und kommunikativ und werden wie in Indien auch hier “Seven Sisters” genannt.

Tag 18 – Galle: ein guter Fang, toter Fisch und eine kleine Altstadt

Nachtrag zu Tag 15: wie versprochen hier die Fotos von Rice & Curry

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Wie schon erwähnt, ist dies das traditionelle Nationalessen Sri Lankas, bestehend aus Reis und verschiedenen Curries – manche davon scharf, wie Daal oder Okracurry, manche ganz mild, wie Auberginencurry oder Mangochutney. Bestellen kann man verschiedene Versionen: mit Huhn, Fisch, Rind oder vegetarisch – für mich gibt es immer die vegetarische Variante – Fleisch mag ich hier nicht essen, ist auch nicht so extra gut. Dazu gibt es Chilipaste oder “Sambol” (eine Chilimischung mit Kokos oder Zwiebeln) und “Papardam”, ein knuspriges, leicht gewürztes frittiertes Brot. Alles wird in riesigen Mengen gebracht, von einer Portion werden mindestens 2 Leute satt … Rice & Curry schmeckt überall anders, am besten aber in kleinen Lokalen, in denen die Einheimischen essen und in die sich kaum Touristen verirren.

Nun aber zu unserem Tag 18 in Galle:
Galle ist eine mittelgroße Stadt im Süden (gesamt ca. 500.000 Einwohner), deren interessantester Teil sich innerhalb der Mauer des alten Forts aus dem 16. Jhd. befindet. Durch zwei Tore kommt man in die Altstadt. Hier gibt es unzählige Hotels und Guest-Houses sowie Lokale und Geschäfte. Es ist sehr touristisch, aber im Moment ruhig und ziemlich leer (Nebensaison!). Die Altstadt ist nett anzusehen, die Lokale und Geschäfte meist einfach aber stylisch, das Essen leider sehr auf Touristen ausgerichtet. In den letzten Jahren haben viele Ausländer hier Häuser gekauft und renovieren diese, was sich einerseits positiv auf das Stadtbild auswirkt, andereseits die Preise in europäische Sphären hochschießen ließ. Daneben gibt es aber noch viele Häuser, die in Regierungshand (Polizei, Post, Gericht usw.) und in erbärmlichem Zustand sind – für ihre Sanierung scheint kein Geld vorhanden zu sein.

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Gestern vormittag kamen wir noch zu einem besonderen Ereignis: Jeden Tag vormittags (und wenn es nicht regnet am Abend noch einmal) ziehen die Fischer ein riesiges Netz ans Land, das über Nacht am Strand befestigt wurde und etwa 1km weit ins Meer ragt. Der Fang gestern scheint recht gut gewesen zu sein, es war harte Arbeit  und die Männer brauchten ca. 1 Stunde um die Fische an Land zu bringen. Ich war allerdings schockiert von den unglaublichen Mengen an Plastikmüll, die sich im Netz befanden – kleine Fischchen müssen aus all dem Abfall herausgesucht werden. Ich kenne natürlich die Problematik des Plastikmülls, aber so hautnah habe ich das noch nie gesehen – wirklich schlimm!

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Viele Menschen (vor allem Einheimische) kommen, um das Spektakel zu sehen und den frischen Fisch gleich aus dem Netz oder den Fang der Fischerboote vom frühen Morgen am Markt nebenan zu kaufen.

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Anschließend war wieder Teepause angesagt – diesmal in einem Lokal mit Aussicht aufs Meer – kitschiger geht es kaum Winking smile.

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Und am Abend war dann noch richtiger Kitsch am Programm – Sonnenuntergang von der Fortmauer aus bestaunt. Auch das zieht viele Menschen an, hier allerdings hauptsächlich Touristen.

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Tag 17 – Udawalawa: müde Elefanten, schnelle Vögel und hungrige Babies

Mit etwas Verspätung – wir waren gestern einfach zu müde – der Bericht über unsere Safari im Udawalawa-Nationalpark:

Wieder einmal aufstehen um 4.30, Abfahrt um 5, Einlaß in den Park ab 6.
Mit uns warten schon einige andere Touri-Jeeps auf die Öffnung der Tore und pünktlich mit Sonnenaufgang um 6.00 starten wir unsere nächste Safari.

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Der Udawalawa-Nationalpark ist einer der kleineren in Sri Lanka (310 km²), hat aber ungefähr 500 Elefanten “zu bieten”. Die sieht man hier aber in kleinen Grüppchen und nicht als große Herde, wie bereits erlebt. Büsche und Gras sind etwa so hoch wie die Dickhäuter und diese daher nicht so einfach zu sehen. Wir haben aber Glück und gleich nach ein paar 100 Metern können wir friedlich grasende Tiere beobachten. Auch der frische Elefanten-Dung auf den Wegen ist “unüberriechbar”.

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Im Park hat sich eine Vielzahl an Vögeln niedergelassen: Ganzjahresbewohner wie Störche, Bienenfresser, Eisvögel und Pelikane, aber auch Saisongäste aus Russland und dem Himalaya – die kommen aber erst im Dezember.

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Auch Büffel sind hier Dauergäste, sie lieben die Schlamm”pools”. Gerade jetzt zu Beginn der Regenzeit gibt es ja genug Wasser. Meist haben sie einen Besitzer und kehren am Abend wieder nach Hause zurück.

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Mitten im Park gibt es einen “Jausenplatz”, wo man den Jeep verlassen darf (im restlichen Gelände ist das viel zu gefährlich und daher strikt verboten!) und bereits Hunde und ein Äffchen warten, ob auch etwas für sie abfällt.

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Die Landschaft ist (wie eigentlich überall) sehr beeindruckend, es ist satt grün und die Vegetation sehr dicht.

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Und um die Mittagszeit, wenn es am heißesten ist, machen sogar Elefanten ein kleines Nickerchen im Schatten eines Baumes.

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Absoluter Höhepunkt des Tages war aber der Besuch im “Elephant Transit Home”, einer Auffangstation für verwaiste Elefantenbabies, die hier aufgezogen und auf ein Leben in Freiheit vorbereitet werden. Mit etwa 4-5 Jahren werden sie langsam wieder ausgewildert. 5x täglich kann die Fütterung besucht werden, auch bei Einheimischen ein beliebtes Ausflugsziel. Touristenspektakel? Ja, sicher. Wichtig? Ja, ganz sicher, denn beim Anblick der Kleinsten ist man sofort verliebt und “was man liebt das schützt man” …
Es sind viele Familien mit Kindern hier, die in Zukunft die Entscheidung über Leben oder Ausrottung der Tiere haben – wenn man sie für die Elefanten begeistern kann, ist sicher viel gewonnen!

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Die Kleinen werden in 3er- oder 4er-Grüppchen zur Fütterung hereingelassen und jedesmal, wenn sie im “Elefantenmarsch” kommen, fällt uns dazu Oberst Hathi aus Disney’s Dschungelbuch ein: “dada damdamdamdamdam…”

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Am Weg zu unserem Hotel in Galle kommen wir noch an den Schlafbäumen unzähliger Fruit-Bats vorbei – wir hatten ja schon einmal welche gesehen, allerdings nicht so nahe und in den Bäumen hängend – cool.

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Über den heutigen Tag werden wir morgen berichten – wir lassen unseren Aufenthalt hier langsam ausklingen, zur Zeit noch in Galle, ab übermorgen dann in einem Hotel am Meer. Genug Stufen und Berge erklommen – jetzt sind Ruhe und Entspannung angesagt …

Tag 16 – von Ella nach Udawallawa: 327 Stufen, ein Zug auf der Brücke und ein Felsentempel

Heute führte uns unser Programm zuerst zum “Little Adam’s Peak”, einem Aussichtspunkt bei Ella. Schon wieder Stufen … diesmal gezählte 327 (dreihundertsiebenundzwanzig!!) menschengemachte und dazu noch einige Steinstufen und Wurzelwerk – gesamt etwa 100 Höhenmeter. Und oben gibt es statt eines Gipfelkreuzes eine Buddhastatue. Die Aussicht war besser als erwartet: Rundumblick auf die Landschaft um Ella – Berge bis oben hin bewaldet, Teefelder … hatten wir schon, ist aber immer wieder schön.

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Wieder gut unten angekommen ging es zu Fuß weiter zur “9 Arches Bridge”, einer ca. 150 Jahre alten Eisenbahnbrücke, erbaut von einem einheimischen Ingenieur unter britischer Herrschaft. Schon eigenartig, wie viele Leute hierher kommen um zu sehen, wie ein Zug über eine Brücke fährt … Aber pscht: Wir waren schließlich auch dort Smile.

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Sowohl für Verpflegung vor Ort ist gesorgt (Coffeeshop) als auch für den Rücktransport via Threewheeler. Auch wir fahren zurück – immer wieder ein Erlebnis: die Fahrer sind unterwegs wie die Wilden, es geht über Steine, durch Schlaglöcher und Morast … wir werden anständig durchgebeutelt – ich liiiiiebe das Winking smile. Unser Fahrer war mit dabei und weniger begeistert … der liebe Pasqual brauchte zwei verrückte Österreicher um eine Tuk-Tuk-Erfahrung zu machen … sonst fährt er nämlich nie mit sowas.

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Auf der Weiterfahrt nach Udawallawa (im Südwesten fast auf Meereshöhe und mit wieder angenehmen Temperaturen aber viel Regen bisher) besuchten wir noch den Felsentempel von Buduruvagalla. Aus dem Felsen gehauene Buddha- und Bodhisatva-Statuen von ca. 10-15 m Höhe faszinieren und geben gleichzeitig Rätsel auf, da zwei der Dargestellten nicht bestimmbar sind. Auch das Alter der Figuren ist unbekannt.

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Momentan sitzen wir in einem Zelt und fühlen uns fast wie im Ferienlager … und nicht 100%ig wohl – Natur ist super, aber das hier ist fast ein wenig zu viel davon. Überall kreucht und fleucht es und es ist inzwischen so stockdunkel, dass man abseits des Lichtstrahls der Taschenlampe gar nichts sieht – irgendwie gruselig. Es hat jetzt endlich aufgehört zu regnen und wir hoffen, dass es morgen trocken ist zu unserer Fotosafari im Udawallawa-Nationalpark.

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Tag 15 – von Haputale nach Ella: Teebüsche, Teepflückerinnen und der Lieblingsplatz eines Teebarons

Nachtrag zu gestern: Die “Krapfen” im Zug waren keine Dosa sondern Samosas.

Der heutige Tag führte uns zu “Lipton’s Seat”, einem Aussichtspunkt nahe Haputale. Zuerst ca. 30 Minuten mit dem Auto, dann nochmal 7 km (30 min) mit dem Tuk-Tuk (oder wie es hier heißt: Three Wheeler) an einen Ort mit spektakulärer Aussicht – wenn da nicht die Wolken wären … an klaren Tagen sieht man hier bis zum Meer. Es ist trotzdem schön.
Der Aussichtspunkt war wohl das Lieblingsplätzchen von Thomas Lipton, der Ende des 19. Jhds. den Teeanbau in Sri Lanka forcierte und damit großes Geld verdiente. Er brachte seine Gäste hier her, um ihnen die Schönheit der Insel zu zeigen – ein erster Touristiker und Marketingguru in Sri Lanka.

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Am Rückweg haben wir noch die Gelegenheit, ein paar Teepflückerinnen bei der Arbeit zu fotografieren. Die Frauen haben ein Minimum von 18 kg Teeblättern pro Tag abzuliefern, dafür bekommen sie etwas 3 USD. Wer mehr pflückt, bekommt mehr bezahlt – bis zu 10 USD pro Tag sind drin, so erzählt uns ein Verwandter unseres Fahrers und Chef einer Plantage, den wir zufällig treffen. Häuser für die Familien der Pflückerinnen (inkl. einem kleinen Stück Land zum Anbau von Gemüse) und Infrastruktur wie Arzt und Schulen werden vom Plantagenbesitzer gestellt. Gearbeitet wird 6 Tage pro Woche, in der Hauptpflückzeit auch 7 Tage, dafür gibt es in der Nebensaison auch mal 2-3 Tage frei und Sonntage werden 1,5fach bezahlt – klingt fair, trotzdem ist es harte Arbeit.

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Die Landschaft wechselt auch hier zwischen Teeplantagen und Wald, es ist überall sehr grün (es regnet auch jeden Tag zumindest 1-2 Stunden bei 20-25°C) und alles wuchert.

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Was wir bisher noch nicht besprochen haben (1): Essen in Sri Lanka

Frisches Gemüse gibt es an jeder Ecke – exotisches im Tiefland, ähnliches wie bei uns (Karotten, Lauch, Kürbis usw.) hier im Hochland. Daraus werden unglaublich gute Curries gemacht, dazu isst man Reis oder auch String Hoppers (gedämpfte Reisnudeln) oder Roti (hatten wir schon … das mit der Chilipaste Smile). Nicht alles ist scharf, Auberginencurry z.B. wird mit karamellisierten Zwiebeln zubereitet und ist sogar fast süß, aber man bekommt immer “Sambol”, Zwiebel mit Chili oder Kokosraspel mit Chili, oder eine frisch zubereitete Chilipaste aus getrockneten Chilies, Zwiebeln und Limonensaft (siehe unseren “Kochkurs”) dazu und kann sich so die Schärfe seines Essens selbst steuern. An Straßenständen bekommt man frische Samosas und Linsenbällchen und immer frisch gebrühten Tee – am besten mit etwas Zucker und Milch …
Auch die Hotels bieten lokales Essen an und wir ernähren uns hauptsächlich von “Reis & Curry”, dem traditionellen Essen hier (Foto folgt, wir hatten nur bisher noch nie die Kamera beim Essen mit – ist irgendwie peinlich).
Sogar zum Frühstück gibt es das und vorab eine Art Porridge mit Kokosmilch gekocht. Man bekommt aber auch überall “Western Breakfast” mit Eiern, Würstchen, Toast und Marmelade – Chili zum Frühstück ist schließlich nicht jedermanns Sache Winking smile.
In Kandy und Nuwara Eliya haben wir auch kleine Märkte besucht, wo man alles bekommt, was man so braucht – vom Gemüse über Fleisch bis zu Plastikschüsseln, Handys und Kleidung …
Die Preise sind für unsere Verhältnisse ein Witz – Roti mit Chilipaste (ein kleiner Snack zwischen durch) bekommt man für 20 Rupies (ca. 10ct), 750ml Coke kosten 100 Rupies (ca. 50ct) und Reis & Curry im Hotel liegen bei ca. 700-800 Rupies (ca. 3,50-4 EUR). Es gibt hier auch lokal angebaute Avocados, von denen man für umgerechnet 1 EUR etwa 5-6 Stück bekommt … dafür gibt’s bei uns nicht mal den Kern …

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Übrigens: Einen Haarschnitt gibt es für 2,50 EUR – und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen Winking smile.

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Zum Abschluß noch ein kleiner Einblick in den öffentlichen Nahverkehr:

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